Start Lokales Essen LG Essen – Sachbeschädigung, Bedrohung mit Messer, Raub – Unterbringung?

LG Essen – Sachbeschädigung, Bedrohung mit Messer, Raub – Unterbringung?

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Der Staatsanwalt wirft dem 30-jährigen Angeklagten, Abdurrahim S., vor in der Zeit vom 23.02.2025 bis zum 03.10.2025 in Gladbeck im Zustand verminderter Schuldfähigkeit 4 Straftaten begangen zu haben. Er soll Personen mit einem Messer bedroht haben. Er soll eine Tür beschädigt haben. Eine Scheibe soll dabei zu Bruch gegangen sein. Er soll eine 84-jährige mit einem harten Gegenstand auf den Hinterkopf geschlagen haben und ihr die Handtasche entrissen haben. Bei dieser Tat soll er ein Tierabwehrspray mitgeführt haben.

Das Gericht prüft, ob die Voraussetzungen für eine Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB vorliegen.

Die Verteidigerin erklärt der Angeklagte möchte sich heute nicht äußern, er sei bereit zu einem Explorationsgespräch mit einer psychologischen Gutachterin, die am Prozess teilnimmt. [Es wird versucht einen Termin für dieses Gespräch abzustimmen.]

Zeuge 1

Der erste Zeuge, ein 40-jähriger Feinwerkmechaniker, ist sichtlich angespannt und schildert sehr emotional sein Zusammentreffen mit dem Angeklagten. Der Zeuge gibt an mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Tochter auf der Straße gestanden zu haben, als der Angeklagte an ihnen vorbeigegangen sei. Der Angeklagte habe ihn angeschaut und dann behauptet die Tochter habe ihn beleidigt. Aus dem Nichts habe der Angeklagte seine Jacke aufgemacht und ein Messer gezückt. Er habe dem Angeklagten gesagt er solle sich umdrehen und weiter gehen. Er habe seine Familie schützen wollen. Der Angeklagte sei dann in Richtung Moschee gegangen. Der Zeuge spricht von einem bösen Blick des Angeklagten. Die Nachfragen der psychologischen Gutachterin zum Zustand der Pupillen kann der Zeuge nicht beantworten. Es sei zu lange her. Auf Nachfrage des Richters gibt der Zeuge eine Klingenlänge von 20cm für das Messer an. Es sei kein Klappmesser gewesen.

„Warum vor den Augen meiner Kinder? Die haben nichts gemacht!“ fragt sich der Zeuge. Die Kinder seien in psychologischer Behandlung gibt der Zeuge an. Die Erklärung der Verteidigerin, dass die Ursache für das Verhalten des Angeklagten wohl eine Erkrankung sei, konnte den Zeugen nicht beruhigen. Das helfe seinem Sohn nicht.

Zeugin 2

Die nächste Zeugin eine 31-Jährige in Elternzeit berichtet von lauter Musik, Alkohol und Drogen beim Angeklagten. Sie habe ihn mit einem Joint gesehen und eine blutige Nase beobachtet. Der Angeklagte habe mit einer Machete versucht in ihre Wohnung zu kommen. Der Angeklagte sei unzurechnungsfähig und keiner habe etwas machen können. Der Angeklagte habe aus dem Fenster geschrien „Ich bringe euch alle um!“. Sie habe ihn nur unter „Der Verrückte“ gekannt. „Ich mach Ehrenmord“ habe der Angeklagte gerufen. Alles sei fallengelassen worden.

Weitere Zeugen berichten ebenfalls von Drohungen und Rufen des Angeklagten.

Der Prozess wird fortgesetzt …

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Quelle

Der Autor im Gerichtssaal.

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